Impfen - gegen Masern dringend empfohlen!

Aus aktuellem Anlass wollen wir auf die nach unserer Sicht dringende Notwendigkeit von Schutzimpfungen, insbesondere im Kindesalter, aufmerksam machen. Es geht im konkreten Fall um die zunehmenden Masern-Erkrankungen in Westeuropa.

In Nordrhein-Westfalen erlag ein 13-jähriges ungeimpftes Mädchen der so genannten SSPE (subakut sklerosierende Panenzephalitis), und zwar 11 Jahre nach der Infektion mit dem Virus. Damals steckten sich weitere 6 Kinder an, bei zweien wurde diese Erkrankung ebenfalls diagnostiziert. Hierbei handelt es sich eine besondere Form der Hirnhautentzündung, die immer tödlich endet. Auch in Berlin-Reinickendorf und insbesondere im Bereich des Märkischen Viertels sind im letzten Jahr vermehrt Masernerkrankungen aufgetreten.

Der Masen-Virus ist äußerst ansteckend, und zwar über die sog. Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch (z.B. über die Hände, Niesen oder Husten). Die Erkrankung beginnt üblicherweise mit infektartigen Symptomen wie Schnupfen, Husten oder Fieber. Dann folgt der typische bräunlich-rosafarbene Hautausschlag am ganzen Körper. Nach einer durchgemachten Erkrankung besteht lebenslange Immunität.

Mögliche Komplikationen sind beispielsweise die Mittelohrentzündung, eine Lungenentzündung, die Gehirnentzündung (hierbei stirbt jeder 10 bis 20, bei etwa jedem dritten bis fünften kommt es zu bleibenden Gehirnschäden) oder eben die seltene SSPE.

Schätzungen zufolge sterben von 1000 Erkrankten etwa ein bis drei Menschen an Masern und deren Folgen. Es handelt sich hierbei also mitnichten um eine „harmlose“ Kinderkrankheit.

Eine gezielte Behandlung gegen den Masern-Virus gibt es nicht, das macht die vorbeugende Impfung so wichtig. Leider nimmt laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) die Maserngefahr in Westeuropa zu, sicher auch bedingt durch eine gewisse Impfmüdigkeit.

Schwere Nebenwirkungen durch die Masern-Impfung sind hingegen äußerst selten. Es kann zu einer leicht brennenden Rötung im Bereich der Einstichstelle kommen. Etwa 1 Woche nach der Impfung kann es zu Fieber, Kopfschmerzen und einem leichten Hautausschlag kommen, den sog. Impfmasern.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zu Impfungen haben oder unsicher sind. Nehmen Sie bitte mit ihrem Kind regelmäßig an den Vorsorgeuntersuchungen teil und zeigen Sie Ihrem Kinder- oder Hausarzt den Impfausweis ihres Kindes, um mögliche Impflücken zu schließen.

Auch Erwachsene können und sollten auf Kassenkosten geimpft werden. Bitte sprechen Sie uns darauf an und/oder bringen Sie einfach zum nächsten Termin ihren Impfausweis mit.